Schleifen bis es glänzt

Für die einen ist es Meditation, für die anderen Mittel zum Zweck. Ob Möbel schleifen, DIY Projekte auf Hochglanz bringen oder Oberflächen bearbeiten bis sie glatt und eben sind. Mit den richtigen Mitteln und der richtigen Technik seid ihr stets gerüstet und erzielt Schleifergebnisse, die euch zum Strahlen bringen.

Vorbereitung ist alles!

Eine gute Vorbereitung erspart euch unschöne Schleifergebnisse und schützt eure Gesundheit.

Um eure Werkstücke vor feinsten Kratzern durch feinen Abrieb zu schützen, ist es ratsam eure Arbeitsfläche und euer Werkstück stets sauber zu halten. Habt daher immer einen Handbesen und einen feuchten Lappen zur Hand, um zwischen den Schleifvorgängen eure Arbeitsfläche und euer Werkstück zu säubern.

Zu eurer eigenen Sicherheit, solltet ihr bei Schleifarbeiten eine Schutzbrille und eine Staubmaske tragen, um eure Augen und Atemwege frei von Staubpartikeln zu halten. Manche Maschinen sind von vornherein schon mit Absaugsystemen ausgestattet, die den Staub beim Schleifen auffangen. Sorgt ggfs. für eine ausreichende Belüftung eurer Räumlichkeiten.

Arbeitet ihr mit Schleifmaschine und Schleifscheibe solltet ihr darauf achten, das letztere eine Schutzhaube besitzt und ihr die Scheibe während sie in Betrieb ist, nicht berührt. Achtet zudem darauf, dass ihr die angegebenen Umlaufgeschwindigkeiten der Maschinen niemals überschreitet. Durch die Fliehkräfte können selbst kleinste Schleifkörperteilchen wie Geschosse wirken und ernsthafte Verletzungen hervorrufen.

Mit unseren Schutzbrillen seid ihr immer gut geschützt

Welches Schleifgerät ist das Richtige?

Für das Schleifen kleiner Flächen und Kanten empfiehlt es sich, per Hand und mit einem Handschleifklotz vorzugehen. Bei der Bearbeitung größerer Flächen dagegen sollte auf Schleifmaschinen zurückgegriffen werden. Hierbei unterscheidet man zwischen den nachfolgenden Maschinen.

Bandschleifer
Deltaschleifer
Exzenterschleifer
Schwingschleifer
Winkelschleifer
Trockenbauschleifer
Bandschleifer
Einhell Bandschleifer TC-BS 8038

Eignet sich zum Schleifen von großen bis sehr großen Flächen von Holz, Kunsstoff und nicht eisenhaltigen Materialien. Der Bandschleifer findet vor allem dann Anwendung, wenn viel Material abgetragen werden soll.
Das Schleifband wird hierzu über eine Antriebs- und Umlenkrolle gespannt. Dank seiner Drehzahlregulierung kann der Bandschleifer in seiner Kraft auf das jeweilige Material angepasst werden und verhindert dadurch einen ggfs. zu großen Materialabtrag.

Deltaschleifer
Einhell Deltaschleifer TC-DS 19

Findet Verwendung beim Schleifen von schwer zugänglichen Flächen, wie Ecken, Kanten, Nischen etc. Die Dreiecksschleifplatte und der Vibrationsmechanismus des Schleifers, sowie das passende Schleifpapier sorgen für optimale Schleifergebnisse.

Exzenterschleifer
Einhell Exzenterschleifer TE-RS 40 E

Der Exzenterschleifer ist für das Finetuning beim Schleifen zuständig. Mit dem schwing- und drehbaren Schleifteller werden ebene und gewölbte Oberflächen geschliffen oder auch poliert. Er eignet sich zum Schleifen von Holz, Glas, Farben, Lacken, Kunststoff und Metall.

Schwingschleifer
Einhell Schwingschleifer TC-OS 18/187 Li-Solo

Mit seiner viereckigen Schwungplatte kann er in kleinen, kreisrunden Bewegungen große Flächen sowie Ecken und Kanten grob abschleifen. Er eignet sich dabei vor allem zur Bearbeitung von Holz.

Winkelschleifer
Einhell Winkelschleifer TE-AG 18/150 Li BL-Solo

Das Allround Talent unter den Schleifmaschinen. Neben seiner Schleiffunktion kann der Winkelschleifer mit Hilfe seiner rotierenden Schleifscheibe auch Materialien, wie Metall oder Stein mühelos trennen. Durch die Verwendung weiterer Schleifscheiben ist es dem Winkelschleifer sogar möglich Flächen aus Materialien, wie Metall, Beton, Naturstein, Keramik o.ä. zu polieren.

Trockenbauschleifer
Einhell Trockenbauschleifer TE-DW 225 X

Kommen beim Schleifen von Decken und Wänden zum Einsatz. Eine Sonderform des Trockenbauschleifers, der sogenannte Langhalsschleifer, ermöglicht dabei sogar in bis zu drei Metern Höhe optimale Schleifergebnisse zu erzielen. Gipskarton, Spachtelmasse, Tapetenreste, Farbe, Lacke, Holz o.ä. sind dabei kein Problem für ihn.

Das passende Schleifmittel

Beim Schleifmittel habt ihr die Qual der Wahl. Entscheidend ist zunächst euer zu bearbeitendes Material und die einzusetzende Maschine.

Wollt ihr ein Werkstück aus Holz auf Hochglanz bringen oder ein Werkstück aus Stahl oder Metall bearbeiten?
Zur Bearbeitung der verschiedenen Materialien könnt ihr zwischen zahlreichen natürlichen als auch synthetischen Schleifmitteln wählen. Dabei verrät euch meist schon die Färbung, um welche Art von Schleifmittel es sich handelt.
Eine braune bis dunkelbraune oder auch rot stichige Färbung ist ein Hinweis dafür, dass die Schleifkörner aus dem synthetischen Stoff Korund sind.
Sind die Schleifmittel schwarz bis grün gefärbt, lässt dies auf den synthetischen Stoff Siliciumcarbid schließen. Durchsichtige bis leicht gelbe oder braune Schleifmittel sprechen für Diamant als Material.
Schleifmittel aus synthetischen Material finden vor allem Verwendung beim Schleifen von Stahl oder Metallen, während sich Schleifmittel aus natürlichen Materialien eher für weichere Hölzer eignen.

Auch die Körnung ist entscheidend für die Wahl des richtigen Schleifmittels. Je dichter die Körnung, desto feiner wird euer Schliff sein. Hierbei könnt ihr euch an der Körnungszahl des Schleifmittels orientieren.

  •   40 –   80 körniges Schleifmittel erzielt durch seine grobe Körnung einen raschen Materialabtrag
  • 100 – 150 körniges Schleifmittel entspricht einer mittelgroben Körnung und kann für das Anschleifen von Holz- oder   Metalloberflächen verwendet werden
  • 180 – 220 körniges Schleifmittel eignet sich mit seiner sehr feinen Körnung für den Feinschliff eurer Werkstücke
  • 320 – 400 körniges Schleifmittel entfernt dank seiner feinen Körnung selbst kleinste Kratzer oder Unebenheiten

Gitterleinen für stark abreibende Materialien

Bei Schleifarbeiten an weichen Materialien, wie z.B. Spachtelmasse oder auch weiches Holz, ist ein hoher Abrieb zu erwarten. Hier empfiehlt es sich daher auf  Gitterleinen zurückzugreifen. Dieses Schleifmittel ist mit einer Siliziumcarbid-Körnung bestreut und universell einsetzbar. Hat sich das Gitternetz beim Schleifen mit Schleifpartikeln zugesetzt, könnt ihr es, nach dem ihr es von eurer Maschine entfernt habt, ganz einfach ausschütteln oder mit fließend warmem Wasser ausspülen. Dadurch haben Gitterleinen im Vergleich zu anderen Schleifmitteln eine bis zu 4-fach höhere Lebensdauer.
Achtet bei der Verwendung darauf, dass das Gitternetz richtig auf eurer Maschine sitzt und nicht beschädigt ist. Tauscht es ggfs. aus, um ein optimales Schleifergebnis zu erzielen.

Mit Schleifpartikeln zugesetztes Gitterleinen
Gitterleinen Netz ganz einfach ausschlagen
Wieder frei von Schleifpartikeln kann das Gitterleinen weiter verwendet werden

Schleifschwämme für besondere Formen

Ist euer Werkstück besonders geformt, könnt ihr beim Schleifen auf Schleifschwämme zurückgreifen. Diese sind sowohl trocken als auch nass einsetzbar und flexibel in ihrer Handhabung.

Mit einem Schleifschwamm können selbst geformte Werkstücke mühelos geschliffen werden.

Stahlwolle für den richtigen Schliff

Stahlwolle eignet sich zum Feinschleifen und Reinigen von Metall und Holz und wird daher gerne für die Pflege von Gartenmöbeln verwendet. Und auch beim Polieren und Mattieren von Metall und Holz kommt die Stahlwolle zum Einsatz.

Verpasst euren Gartenmöbel einen neuen Schliff

Mit der richtigen Technik zu einem glänzenden Ergebnis

Ihr denkt beim Schleifen kann man nicht viel falsch machen? Falsch gedacht! Auch beim Schleifen kommt es auf die richtige Technik an, um unschöne Schleifergebnisse zu vermeiden.
Grundsätzlich gilt es sich beim Schleifen in mehreren Schritten vom Grobschliff zum Feinschliff vorzuarbeiten.

Schritt 1 – Grobschliff
Schritt 2 – Zwischenschliff
Schritt 3 – Feinschliff
Schritt 1 – Grobschliff

Beim Grobschliff wird das Material gleichmäßig per Hand oder mit der Maschine geschliffen.

Es empfiehlt sich zu Beginn ein Schleifpapier mittleren Körnung zu verwenden, um nicht zu viel aber immer noch genug Material abtragen zu können. Achtet bei der Anwendung darauf nicht zu viel Druck auszuüben, um Wärmebildung zu verhindern, die sowohl dem Schleifpapier als auch dem Klettverschluss, der als Verbindung mancher Schleifpapiere und Maschinen dient, schaden könnte. Ist die erste Materialschicht abgetragen, könnt ihr den entstandenen Abrieb und Staub mit einem Handbesen oder nassen Lappen entfernen, falls eure Maschine nicht schon über ein voreingebautes Absaugsystem verfügt.

Schritt 2 – Zwischenschliff

Bei diesem Schritt verwendet ihr die nächst kleiner Körnung an Schleifpapier und bearbeitet euer Material damit gleichmäßig weiter. Entfernt auch nach diesem Schritt wieder den entstandenen Abrieb und Staub, denn selbst die kleinsten Partikel können später kleine Kratzer verursachen. Verwendet hierzu ggfs. ein feuchtes Tuch.

Schritt 3 – Feinschliff

Beim Feinschliff nehmt ihr nun feines bis sehr feines Schleifpapier zur Hand und entfernt letzte Kratzer und Unebenheiten. Kontrolliert das Schleifergebnis am Ende noch einmal und bessert ggfs. nach. Nehmt euch hierzu gerne auch eine Lampe zu Hilfe und leuchtet seitlich auf die geschliffene Fläche, um auch die letzten auszubessernden Stellen zu sehen.

Holz und seine besonderen Schleifansprüche

Beim Schleifen von Holz müssen neben den Grundtechniken noch weitere Aspekte beachtet werden, um ein optimales Schleifergebnis zu erzielen.

Holz ist gekennzeichnet durch seine Maserung. Die sichtbaren Linien an der Holzoberfläche geben euch beim Schleifen die Richtung vor in die ihr mit euren Schleifmitteln arbeiten müsst. Orientiert ihr euch an dem Verlauf der Maserung, senkt ihr das Risiko von ausgerissenen Holzfasern. Für besonders feine Schleifergebnisse beim Schleifen von Holz könnt ihr einen kleinen Trick anwenden. Nehmt euch einen nassen Schwamm zur Hand und befeuchtet damit nach dem Grobschliff die Holzoberfläche.

Das Befeuchten sorgt dafür, dass sich die Holzfasern aufrichten und so nach dem Trocknen leichter abgeschliffen werden können. Insbesondere bei Holzstücken die später Feuchtigkeit ausgesetzt sind z.B. im Bad oder im Außenbereich empfiehlt sich dieser Trick. Und auch wenn ihr euer Werkstück später mit speziellen Mitteln zur Oberflächenbehandlung weiterbearbeiten wollt, solltet ihr es für ein optimales Ergebnis im Vorfeld befeuchten.

Zum Schutz eurer bearbeiteten Holzoberfläche könnt ihr sie im Anschluss noch mit Wachs, Ölen, Lasuren o.ä. behandeln. Öle eignen sich dabei hauptsächlich zur Pflege eurer Holzoberfläche, während Lasuren und Lacke die Holzfläche für eine längere Zeit schützen können. Für einen dauerhaften Schutz eurer Holzflächen solltet ihr diese regelmäßig mit Lasuren und Lacken behandeln.

Lebensverlängernde Maßnahmen beim Schleifmittel?

Damit das Schleifmittel möglichst lange hält, kommt es auf die richige Lagerung an.
Wenn möglich solltet ihr das Schleifmittel bis zur Anwendung in der Originalverpackung aufbewahren. Ideale Bedingungen für die Lagerung sind dabei Temperaturen zwischen 18° und 22° und eine relative Luftfeuchtigkeit von 45% – 65%. Lagert ihr das Schleifmittel bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit kann dies zur Ausdehnung der Schleifunterlage führen was sich negativ auf das spätere Schleifergebnis auswirkt. Ist die Luftfeuchtigkeit eures Lagerortes zu gerin, verliert das Schleifpapier Feuchtigkeit, trocknet aus und wird spröde.
Achtet daher auf die äußeren Bedingungen und schützt euer Schleifmittel vor Hitze, Feuchtigkeit und Sonneneinstrahlung.

 

Der Turnschuh Trick

Unter Umständen kann die Haltbarkeit eines Schleifmittels mit einem einfachen Trick verlängert werden. Nehmt euch dazu einen Schuh mit einer Gummisohle zur Hand. Führt den Schuh mit der Gummisohle bei laufender Maschine vorsichtig und mit leichtem Druck über das Schleifpapier, um es zu reinigen.

Falls ihr keinen passenden Schuh zur Hand haben solltet, könnt ihr auch einfach eine stabile Mülltüte verwenden. Knüllt diese zunächst zusammen und umwickelt sie zu zwei Drittel mit einem Kreppband. Das letzte Drittel haltet ihr nun an das rotierende Schleifband.

Auf die Plätze, fertig…Schleifen!

Mit unserem vielfältigen Schleifsortiment seid ihr für jedes Projekt bestens ausgestattet und erzielt glänzende Ergebnisse. Egal welche Maschine ihr nutzt oder welches Material ihr bearbeiten wollt. Wir haben für alles eine Lösung.
Stöbert euch durch unser Sortiment und probiert es aus. Wir freuen uns auf eure Projekte!

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