Meißel richtig anwenden

Meißel sind wahre Kraftpakete unter den Werkzeugen. Mit ihnen lassen sich Abbrucharbeiten, Entgratungsarbeiten oder auch das Herstellen von Nuten einfach und zügig durchführen. In vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich, ist für jedes Projekt der richtige Meißel dabei.

Warum die Kraftpakete trotz ihrer Leistungsstärke mit Sorgfalt zu behandeln sind, erfahrt ihr hier.

Meißel und ihr Einsatzgebiet

Meißel können sowohl bei spanenden Arbeitsvorgängen eingesetzt als auch zum Trennen von Materialien verwendet werden. Gekennzeichnet durch ihre meist gehärtete Schneide, deren Grundform als Keil bekannt ist, dem an den Seiten abgerundeten Schaft und dem dickeren Kopfende lassen sich die auf den Meißel einwirkenden Kräfte optimal verteilen.

Die große Auswahl an Meißeln, sorgt stets für die richtige Lösung für euer Projekt.

Die Auswahl an Meißeln

Vorsorge schützt vor Nachsorge

Beim Arbeiten mit Meißeln kann es durch wegspringende Splitter zu ernsthaften Verletzungen an Augen und Händen kommen. Achtet daher immer auf den richtigen Schutz.
Schutzbrillen und Visiere helfen dabei die Augen richtig zu schützen.

Für den Schutz der Hände beim Arbeiten kann der Meißel zusätzlich mit einem Handschutz ausgestattet werden. Einfach aufgeklebt oder aufgesteckt federt er Fehlschläger mit dem Hammer ab und schützt so die Hände vor schweren Verletzungen. Ebenso wie die Meißel selber, gibt es auch eine große Auswahl an Handschutz. Um den für sich Richtigen zu finden, sind die Eigenschaften des jeweiligen Handschutzes zu beachten. Testet am besten vorher auch welcher Handschutz für euch am Besten ist, um ungehindert arbeiten zu können.

Werden Meißel bei Stemmarbeiten eigesetzt, sind schwerere Ausführungen des Handschutzes einzusetzen. Für kürzere Meißel dagegen oder leichtere Arbeiten bei denen es auf Präzision ankommt, sollte auf leichtere Ausführungen des Handschutzes zurückgegriffen werden.

Der Meißel im Einsatz

Richtig eingesetzt, sorgt ein Meißel für ein effizientes Arbeiten und saubere Ergebnisse.
Je nach Arbeitsvorgang ist der richtige Meißel auszuwählen.
Viele Meißel finden ihren Einsatz vor allem bei Abbrucharbeiten oder dem Trennen von Werkstoffen. Beim Vorgang des Trennens eines Werkstoffs wird die keilförmige Schneide des Meißels mit Hilfe von Hammerschlägen in den Werkstoff eingeschlagen. Die Schneide trennt dabei das Material unter Zuhilfenahme von den wirkenden Kräften.

Beim Trennen von dünnen Werkstoffen ist der Meißel lediglich von einer Seite aus anzusetzen. Für einen schnellen und unkomplizierten Trennvorgang ist es dabei von Vorteil auf einer ungehärteten Unterlage, wie dem Amboss, zu arbeiten.

Das Trennen von dickeren Werkstücken dagegen, stellt einen vor größere Herausforderungen. Um sich die Arbeit zu erleichtern, sollte das Werkstück an mehreren Stellen eingekerbt werden, um sie so später mit Hilfe der Kerbwirkung einfach durchtrennen zu können. Hilfreich ist es auch, wenn bei dicken Werstücken der Meißel schräg angesetzt wird, um die Kraft optimal zu verteilen.

Allgemein gilt im Umgang mit Meißeln ihn stets fest im Griff zu haben und beim Arbeiten den Blick auf die Schneide des Meißels zu richten und nicht auf den Meißelkopf. Damit kann der Arbeitsvorgang genauestens kontrolliert und die Stellung des Meißels jederzeit angepasst werden. Und auch die richtige Haltung des Hammers ist entscheidend. Umfasst den Hammer am Ende des Stils und führt die Schläge mit einer fließenden Bewegung aus dem Hand- bzw. Ellenbogengelenk durch. Damit der Hammer gut in der Hand liegt und beim Meißeln nicht abrutscht, sollte die Hammerbahn der Meißelkopf stets frei von Fetten gehalten werden. Das Wegrutschen des im Schraubstock eingespannten Werkstücks lässt sich durch eine untergelegte Holzbeilage verhindern.

Tipp

Für saubere Ergebnisse kann schon ein Tropfen Öl an der Schneide helfen.
Damit der Hammer gut in der Hand liegt und beim Meißeln nicht abrutscht, sollte die Hammerbahn der Meißelkopf stets frei von Fetten gehalten werden.

Die richtige Technik ist gefragt

Mit der richtigen Technik kann die Meißelarbeit optimiert werden. Je nachdem in welchem Winkel der Meißel angewendet wird, ändert sich auch dessen Spanabfuhr. Wählt man einen zu großen Winkel, dringt die Meißelschneide zu tief in das Werkstück ein und es werden zu dicke Späne abgetragen. Dies erfordert viel Kraft und erschwert einem die Arbeit unnötig.

Wird dagegen ein zu flacher Winkel gewählt, gleitet der Meißel kann der Winkel nach oben hin abrutschen.

Die richtige Pflege

Für eine lange Lebensdauer der Meißel ist nicht nur die richtige Anwendung entscheidend, sondern auch die Pflege. Eine scharfe Meißelschneide ist Voraussetzung für ein optimales Arbeitsergebnis. Damit die Schneide auch nach mehrmaliger Benutzung noch scharf ist, sollte sie hin und wieder nachgeschliffen werden.

Wichtig

Das Nachschleifen sollte nass und mit wenig Druck erfolgen. So entsteht weniger Hitze beim Schleifen und die Härte der Schneide kann nicht durch das Ausglühen verloren gehen. Achtet auch darauf die Schneide nicht zu spitz anzuschleifen, da sie ansonsten dazu neigt leichter auszubrechen.

Meißeln mit der Drehmaschine

Für die meisten Heimwerker reicht das Arbeiten mit Hammer und Meißel völlig aus. Will man jedoch sein Werkstück in die Form eines Rotationskörpers bringen, sollte auf eine professionelle Drehmaschine zurückgegriffen werden. In diese kann das Werkstück eingespannt und unter Rotationsbewegungen mit dem Meißel bearbeitet werden. Sowohl das Werkstück als auch der Meißel sollten fest eingespannt sein. Damit der Meißel ungehindert arbeiten kann und für gute Ergebnisse sorgt, ist er stets in der Mitte des Werkstücks einzuspannen. Ansonsten kann es zu Fehlern oder dem Verschleiß des Meißels kommen.
Daneben gilt es den Rundlauf der Maschine mit einer Meßuhr zu kontrollieren und auch die Schnitt- sowie die Vorschubgeschwindigkeit zu prüfen, bevor mit dem Meißeln begonnen werden kann.

Achtet auch bei dieser Vorgehensweise des Meißelns darauf ausreichend geschützt zu sein.

Unsere Meißel

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