Der Blumenstuhl – die farbenfrohe DIY-Idee für den grauen Herbst

Jedes Mal, wenn jemand in meinem Bekanntenkreis Geburtstag hat, überlege ich, was ich demjenigen am Besten schenken könnte. Blumen sind natürlich immer schön, doch das schönste Geschenk ist immer etwas selbstgemachtes. Also warum nicht beides miteinander kombinieren? Wie wäre es statt eines herkömmlichen Blumentopfes, mit einem Stuhl, in dessen Sitzfläche ein Blumentopf platz findet. Ein Stuhl in einem kleineren Format findet überall Platz und ist in Kombination mit Blumen ein Blickfang vor jeder Haustür, auf jeder Terasse und auf jedem Geburtstag. 

 

Material Werkzeuge
Holz (Fichte/Kiefer) Kapp- und Gehrungssäge
Holzschrauben Tischkreissäge
Lack/Lasur Stichsäge
Holzdübel Oberfräse
Holz (Fichte, Kiefer) Akkuschrauber
Holzleim (wetterfest) Holzbohrer
Schleifgerät
Schleifpapier

 

Schritt 1 –  Die Verblendung

Die Verblendung bildet den Grundkörper unseres Stuhls. Diese setzt sich aus vier einzelnen Brettern zusammen mit einer Stärke von 18mm. Mit der Tischkreissäge werden diese auf eine Breite von 120mm geschnitten und mit der Kapp- und Gehrungssäge auf eine Länge von 300mm. Am Ende jedes dieser Werkstückes befindet sich eine 45°-Gehrung, sodass unser Stuhl nach dem Zusammenbau eine noch besser Optik erhält. Diese werden nun mit zwei Schrauben an jeder Ecke miteinander verschraubt.

Schritt 2 – Die Beine

Damit die Verblendung stehen kann, werden nun die Beine angefertigt. Die vorderen Beine haben eine Länge von 320mm, eine Breite von 50mm und eine Stärke von 30mm. Die hinteren Beine haben dasselbe Maß, doch sind sie 550mm lang. Die Beine werden nun an der Unterseite mit Tischkreis- oder Kapp- und Gehrungssäge abgeschrägt, sodass der Stuhl später einen geringeren Kontakt zum Boden hat und somit mehr vor Nässe geschützt ist.

Die oberen Enden, der vorderen Beine, werden ebenfalls an einer Seite abgeschrägt, um die Optik zu bessern und um zu verhindern, dass weniger Regenwasser auf das Stirnholz trifft und  einziehen kann. Die hinteren Beine des Stuhls bilden zum Schluss ebenfalls die Lehne, weshalb die Beine an den oberen Enden in einem beliebigen Winkel zugeschnitten werden, sodass die Lehne wie bei einem richtigen Stuhl schräg ist und sich somit den Rücken anpassen würde. Bevor der Boden eingesetzt wird, werden die bereits gefertigten Teile lackiert und zusammengebaut. Dies sollte zweimal geschehen, um eine Wetterfestigkeit zu garantieren.

Schritt 3 – Der Boden

Der Boden hat ein Maß von 258x258mm und eine Stärke von 18mm. Zuerst wird die Mitte des Werkstückes festgelegt. Die einfachste Möglichkeit ist, die sich gegenüberliegenden Ecken durch Bleistiftlinien zu verbinden. Dort wo die beiden Linien sich kreuzen, befindet sich die Mitte. Der Mittelpunkt dient als Mitte des Lochs, welches mithilfe einer Stichsäge ausgesägt wird, um später einen Blumentopf einhängen zu können. Das Loch hat einen Durchmesser von 175mm.

Die Ecken werden ebenfalls mit der Stichsäge ausgesägt. Sie bieten Platz für die Beine des Stuhls und müssen deshalb ein kleines Stück größer sein, als die Beine breit sind, augfrund, dass die Beine sich im Nachhinein ausdehnen können, durch das Arbeiten und Aufquellen des Holz, durch Temperatur und Feuchtigkeit. Deshalb werden in den Ecken Aussparungen von 52x32mm gefertigt.

Bevor der Boden eingesetzt wird, wird auch hier die Oberfläche versiegelt. Befestigt wird dieser mit 5x60mm langen Schrauben. Um ein Reißen des Holzes zu verhindern, wird dieser von allen vier Seiten mit einem 6mm starken Bohrer vorgebohrt sowie mit einem Kegelsenkbohrer, sodass der Schraubenkopf beim Reinschrauben ebenfalls platz findet. Die Schrauben werden von der Innenseite, wo das Loch für den Blumentopf ist, eingeführt. Auf der Außenseite ist die Verblendung des Stuhls, an der sie Halt finden.

Schritt 4 – Die Lehne

Die Lehne setzt sich aus zwei Kanthölzern zusammen. Diese haben dieselbe Maße von 320x50x30 wie die vorderen Beines des Stuhls. Die Ecken werden mit der Stichsäge abgeschnitten und mit der Oberfräse und einem Fasenfräser angefast, für eine schönere Ästhetik.

Nach alledem werden die Kanten mit feinem Schleifpapier von 180er Körnung gebrochen. Nach dem Lackieren werden die Einzelwerkstücke mit Holzdübeln an die hinteren Beine des Stuhls angebracht.

Schritt 5 – Die letzten Feinheiten

Ich habe mich für die Lasur „Nussbaum“ entschieden, da dies ein recht dunkler Farbton ist und somit einen schönen Kontrast zu den hellen und bunten Blumen bildet. Noch dazu kommen die Blumen besser zum Vorschein In so einem dunkellasierten Blumenstuhl wirken die Blumen noch leuchtender und bunter.

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18 Jahre alt
Tischlerlehrling
EWC Mitglied
Havelberg/Germany
Modellbau & Woodworking

Von: Fabian Lucke

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